Entwaffnung
Ich stand am Gepäckscanner am Flughafen Tegel. Der Metalldetektor hatte mich ausnahmsweise nicht verpfiffen. Dafür zeigte nun die Sicherheitsfrau auf meinen Rucksack und fauchte mich an:
«Sie haben hier drin ein Messer!»
Sie sagte das so, als hätte sie mit ihrer Maschine nicht nur meinen Rucksack, sondern zugleich meine dunkelsten Gedanken durchleuchtet. Als wollte sie hämisch hinzufügen: «Na Bürschchen, hattest wohl vor, das Flugzeug zu entführen! Aber wir haben dich erwischt!»
Und schon dachte ich wieder an meine dunkelsten Gedanken:
Wie ich mit meinem multifunktionalen Schweizer Messer den Piloten zwinge, seine Maschine bis ins Weltall hochzuziehen, wie ich mit dem Büchsenöffner die Tür öffne, …weiter lesen!
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Zukunftsmarkt Kalenderverkauf
Ich sass in der S-Bahn und übte Vokabeln.
«Latein?» fragte der Mann neben mir.
«Ja», sagte ich, und übte weiter.
«Mein herzliches Beileid!»
Ich lehnte das Beileid dankend ab, sagte stattdessen, dass ich Latein ganz spannend finden würde.
«Ja dann ist ja schön», meinte der Mann, und fand das wohl tatsächlich schön.
Jedenfalls so lange, bis er plötzlich das Thema wechselte, seinen Rucksack öffnete, hinein zeigte und fragte: «Brauchen sie noch eines?» …weiter lesen!
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Papa Ratzinger, der Liebesdiktator
Wie ein Popstar werde der Papst bejubelt, meinte der Moderator am Fernsehen.
Tatsächlich erinnerte das Spektakel auf dem Kölner Marienfeld sehr ans Woodstock-Festival von 1969. 800 000 Jugendliche aus aller Welt, draussen im Grünen. Nur dass anstelle von Gitarrengott Jimi Hendrix Gottesvertreter Jospeh Ratzinger auf der Bühne stand. Begleitet von einem Jugendchor, der …weiter lesen!
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