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Wird Instagram eine Nachrichten-Plattform? Eher nicht.

30. Juni 2015

herrfischer

Instagram will jetzt offenbar auch eine Nachrichten-Plattform werden. Oder genauer: ein Informations-Kanal für Live-Bilder. Vor allem bei Großereignissen, aber auch Naturkatastrophen, sollen User schnell und einfach Bilder finden, die vor Ort entstanden sind und zeigen, was passiert. Die App wurde mit dem letzten Update entsprechend erweitert, zumindest für die US-User.

Gute Idee oder weiteres Gedöns? Nachdem ich die letzten Monate kaum etwas anderes gemacht habe, als mich durch Instagram-Daten zu wühlen, hier ein paar Pros und Cons:

Pro: Instagram ist das zweitgrößte Soziale Netzwerk weltweit, mittlerweile größer als das eigentliche Nachrichten-Medium Twitter. Außerdem ist es (anders als Facebook) praktisch öffentlich. Ideale Voraussetzungen also.

Con: Instagram ist ein Gutelaune-Medium, auf dem es viel um Frisuren und kaum um Dinge wie Politik geht. Die Architektur der App sorgt mit dafür. So was wie Retweets gibt es nicht. Die Diskussionsfunktion taugt gerade mal zum Loben von Bildern.

Pro: Bürgerjournalismus und Leserreporter funktionieren vor allem über das schnelle und einfache Medium Foto. Und wer mit dem Smartphone Fotos teilt, der macht das ziemlich sicher mit Instagram.

Con: Auch wenn Instagrams CEO nun sagt, seine Plattform könne nicht nur bei Konzerten, sondern auch bei Sturmfluten schnellen Überblick liefern, glaube ich kaum, dass Instagram all zu erpicht auf letztere Art Bilder ist. Werbepartner mögen gerade die ständig sonnige Stimmung auf der Plattform. Massenkarambolagen neben Porsche-Anzeigen? Wohl kaum.

Was also will Instagram mit seiner Live-Offensive? Ich tippe vor allem auf ihr Kerngeschäft: Bilder von Festivals, Modeschauen oder dem Ballonwettrennen in Reno. Aber mal schauen.

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