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Willkommen im Berliner 100er-Club

14. August 2012

herrfischer

Wäre dieser Blog eine Boulevard-Zeitung, wäre das „die wahrscheinlich härteste Wanderung Berlins“. Ob Reinhold Messner sie geschafft hat? Ich weiss es nicht. Aber ich bin aufgebrochen, sie zu bezwingen: Alle Berge Berlins, die höhe als 100 Meter sind. Fünf Stück in zwei Tagen, verbunden durch zwei Touren von 50 Kilometern. Weil man ab und zu auf Berge steigen muss.

 

1. Tagestour: Das Ostmassiv

 

Auf dem Wuhletal-Wanderweg nach Köpenick. Dann der Spree und dem Müggelsee entlang bis zum Restaurant Rübezahl und via Müggelturm auf den Müggelberg (der Wegverlauf auf den Google Maps stimmt nur ungefähr):

 

Der Start entlang der Marzahner Nordwand ist von alpiner Schroffheit…

… doch schnell lichtet sich die Landschaft, der Naturpark Wuhletal beginnt…

… und der mächtige Berliner Dolomit „Monte Balkon“ türmt sich vor einem auf:

Trotz „Steinschlag- und Lebensgefahr“ wagen Kletterer den Aufstieg…

… und ahnen nicht, was sich hier schon alles zugetragen hat:

Dann führen die Serpentinen auf den ersten Berliner 100er:

Auf 114,5 Metern über Meer lädt der Ahrensfelder Berg zur Andacht ein:

Durch wilde Wälder geht der Weg weiter:

Doch ist der wahre Dschungel bekanntlich der Irrgarten („Gärten der Welt„), aus dem nur eines führt: Bayerischen Ehepaaren in Tropenkleidern folgen:

Ein wenig tragisch ist der Kienberg, der zweite Berliner 100er, dem auch diese gut gemeinte Aussichtshilfe nicht mehr Weitblick verschafft:

Dann geht erstmals lange der Wuhle entlang, einem Fluss, von dem man nie recht weiss, in welche Richtung er fliesst. Es ist also ein recht flaches Stück…

… bis Köpenick, wo es ein Fitnessstudio mit „Höhenluftverhältnissen“ (?) gibt:

Schlumpfdörfer – ein weiteres Zeichen, dass man wieder in den Bergen ist:

Und dann das Tagesziel, der Müggelberg am Müggelsee:

Weil der Gipfel des Müggelbergs ausser Bäumen keine Aussicht bietet, steht in der Nähe der Müggelturm, auf dem einem Berlin zu Füssen liegt:

Und weil man ihn anders nicht finden würde: Tafel zum höchsten Berg Berlins:

2. Tagestour: Der Westkamm

 

Zuerst auf dem Weg der „Berliner Bergwanderung„. Dann alles dem Wannsee entlang bis hinauf zum Schäferberg (der dank Funkmast nicht zu übersehen ist):

 

Der Start in Grunewald ist wiederum alpin:

Und schon türmt er sich vor einem auf, der (inklusive Turm) höchste Berg Berlins: Der Teufelsberg, 114,7 Meter, vom 99 Meter tiefen Drachenberg aus:

Dass einem ausgerechnet in der Abhörstation plötzlich die Worte fehlen:

Doch dann: Der Gipfel Berlines. Manchmal wird auf diesem Fels, ja, gejodelt:

Weiter hinab zum Wannsee, wo der Schäferberg lockt:

Eine letzte Verpflegung in den 70er-Jahren vor dem Aufstieg:

Dann endlich, nach zwei Tagen und 50 Kilometern: Willkommen im Berliner 100er-Club – wer es hierhin geschafft hat, ist Mitglied. Der letzte 100er:

Nachtrag I: Am Fusse des Kienberg ist eine weitere alpine Attraktion entstanden, das „BergWerk„, „Europas größter Indoor- und erster Erlebnis-Hochseilgarten in den Räumlichkeiten eines CineStar-Multiplexkinos…“.

Nachtrag II: Weitere Höhenwege gibt es im Buch „Der Kreuzberg ruft: Gratwanderungen durch Berlin“ von Till Hein.

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