Zum Inhalt springen

Pascal Voggenhuber und Cold Reading

10. Dezember 2013

herrfischer

tl;dr: Betreibt Pascal Voggenhuber Cold Reading? Ich meine: Oh ja!

Es ist schon absurd, wenn einem jemand, der behauptet, dass er mit Toten kommunizieren kann, mit juristischen Schritten wegen unwahrer Behauptung droht. So geschah es mir mit dem Schweizer «Star der Esoterikszene» Pascal Voggenhuber, einem jungen Mann, der sich mit dem Jenseits in Kontakt glaubt und über den ich für die «NZZ am Sonntag» recherchierte.

Nun hat sich Voggenhuber beim Schweizer «Skeptiker»-Verein mit einem Brief gemeldet. Die «Skeptiker» sind – wie ich – der Meinung, Voggenhuber betreibe Cold Reading, eine Frage/Antwort-Technik, die spirituelle Medien und Magier seit über hundert Jahren einsetzen, um ihnen unbekannte Verstorbene scheinbar präzise zu beschreiben. Voggenhuber beklagt, seine Zitate seien aus dem Kontext gerissen worden, um ihn gezielt des Cold Readings zu überführen. Das gleiche warf seine Verlegerin auch mir vor.

Was ist passiert?

Ich hatte mich bei der Recherche bemüht, eine vollständig aufgezeichnete und öffentlich zugängliche Séance Voggenhubers zu finden. Das war nicht einfach. Während Voggenhuber jeden seiner Talkshow-Auftritte online verbreitet, finden sich im Netz so gut wie keine seiner Séancen, nicht mal die öffentlichen. Doch ich hatte Glück. Der paranormale Psi-Verein, Voggenhuber wohlgesinnt, hatte einen seiner öffentlichen Auftritten online gestellt.

Als ich das Video zum ersten mal auf YouTube sah, dachte ich verblüfft: «Krass, der kann das wirklich! Wie macht der das?!» Voggenhuber konnte einfach beschreiben, wie der Sohn einer Mutter gestorben ist. Lange hielt die Verblüffung aber nicht an. Man muss nur den Wikipedia-Eintrag zum Thema «Cold Reading» lesen und die Séance hat nichts Übersinnliches mehr.

Als ich Voggenhuber damit (und noch anderen Ungereimtheiten, etwa der Vortäuschung eines Sponsorings durch Adidas) konfrontierte, erhielt ich wütende Mail von seiner Verlegerin. Ich würde Aussagen «völlig aus dem Kontext» reissen, um eine «negative Berichterstattung zu machen». Hinter dem Video zu stehen schien man aber auch nicht. Es verschwand von YouTube.

Ich hatte das Video vorsorglich gespeichert und habe lange überlegt, ob ich es wieder online stellen soll. Voggenhuber müsste eigentlich auch daran interessiert sein, schliesslich hat er es selbst gemacht und es zeigt eine vollständige Séance. Nichts ist aus dem Kontext gerissen. Andererseits scheint Voggenhuber momentan recht zügig seinen Anwalt zu beschäftigen und ich habe keine Lust, dies ebenfalls tun zu müssen. Man riet mir, das Video lediglich zu beschreiben. Vielleicht taucht es ja nochmals irgendwo in den unergründlichen Weiten des Internets auf. So sieht es aus:

video-vh

Schauen wir uns Satz für Satz an, was in dem Film passiert, denn es ist durchaus faszinierend. Voggenhuber steht in Zürich vor 200 Personen (plus angeblich 600 in der geistigen Welt, wie er sagt). Er beginnt:

Ich habe einen jungen Mann hier und er sagt mir, dass seine Mutter heute hier ist, also eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat.

Offenbar melden sich einige, nicht überraschend bei 200 Personen, die alle gekommen sind, um einer Séance beizuwohnen. Voggenhuber schränkt ein:

Er sagt, er hatte einen Unfall, also nicht irgendwie Selbstmord oder so. Es war ein Unfall.

Eine Frau meldet sich, eine andere weiss es nicht, Voggenhuber macht, so scheint es, mit beiden weiter. Er sagt:

OK. Was ich einfach spüre, und deshalb kam ich auf Unfall: Der Tod ging sehr schnell. Und es gab von aussen Verletzungen.

Offenbar kann die eine Mutter etwas damit anfangen. Voggenhuber legt los mit der Beschreibung eines Hauses, es geht sehr schnell, wie beim Poetry-Slam:

Und was er mir auch erzählt: Er zeigt mir auch eine sehr ländliche Gegend, also nicht in der Stadt Zürich. Macht das Sinn für dich?

Offenbar macht es Sinn. Wir wissen nicht, wie die Frau aussieht, aber ich würde sagen, dass man Menschen vage ansieht, ob sie direkt aus der Stadt Zürich kommen. Möglicherweise sprach er sogar noch mit beiden Frauen, ein Treffer ist also wahrscheinlich. Voggenhuber beschreibt das Haus weiter:

Wenn man zum Fenster raus schaut, ist das nicht grad im Dorfkern innen, sondern ein bisschen ausserhalb, wenn man rausschaut, dass man auch die Bäume und so sieht. Macht das Sinn für dich?

Klar. Trifft wahrscheinlich auf 90 Prozent aller Wohnhäuser zu, die nicht direkt in der Stadt stehen. Ausserdem sagt Voggenhuber nicht einmal – aber das fällt beim blossen Hinhören bei dem Tempo, mit dem er vorträgt, nicht auf –, dass der Verstorbene in einem solchen Haus und einer solchen Gegend lebte. Dieser «zeigt» es nur. Wessen Haus also soll es sein? Das des Verstorbenen? Das der Eltern damals? Der Eltern heute? Die Person darf nur mit Ja/Nein antworten.

Er erzählt mir auch, dass du sehr eigenartig auf mich aufmerksam wurdest. Also du hast nicht irgendwie… bist durch Zufälle auf mich gekommen. Er sagt mir, Du wolltest immer ein Zeichen aus der geistigen Welt und er wollte es dir geben. Ok?

Mal abgesehen davon, dass Voggenhuber behauptet, die Verstorbenen würden nicht mit ihm reden, sondern sich nur über Impulse äussern und mir nicht klar ist, wie man einen solchen Sachverhalt impulsiv ausdrücken kann: Ja, ich glaube das macht Sinn. Warum sollte die Mutter sonst die Veranstaltung besucht und sich gemeldet haben? Und wie sonst als irgendwie durch Zufall sollte man auf Voggenhuber aufmerksam werden? Auch hier zweimal: Ja.

Er erzählt mir noch etwas von einem Martin, sagt dir der Name Martin etwas? Nicht sein Name, aber jemand, den er gut kennt. Kannst du das verstehen?

Sie kann, wenig überraschend. Ich kenne niemanden, der keinen Martin kennt. Ok, das ist fies: Ich heisse selbst so. Trotzdem nicht grad ein seltener Name. Und überhaupt: Warum erzählt der Verstorbene eben erst detailliert, wie seine Mutter auf Voggenhuber aufmerksam wurde, kann aber dann nicht einfach sagen, wer dieser Martin war?

Kannst du verstehen, dass er Martin gratulieren möchte? Du kennst ihn nicht ganz so gut, aber kannst du rausfinden, das muss jemand sein, der ihm nahe steht. Ok? Kannst du schauen, ob er ihm gratulieren muss, kann?

Die Mutter sagt, Martin hätte eben Geburtstag gehabt.

Eben. Er möchte gratulieren.

Warum er auch das nicht gleich selbst gesagt hat: Unklar. Voggenhuber lässt zum Antworten kaum Pausen. So fällt beim Zuhören auch nicht auf, wie seltsam diese Aussage ist. Die Mutter soll Martin erst nicht «ganz so gut» kennen, dann aber doch wissen, dass er grad Geburtstag hatte. Es geht weiter:

Was er mir noch sagt, was ihm ganz wichtig sei, oder eine Frage, die du dir viel stellst: ob er sofort gestorben ist, ob er grad tot war, oder ob er noch etwas mitbekommen hat nach dem Unfall. Macht das Sinn für dich? Er sagt, die Ärzte hätten dir zwar gesagt, dass er nichts mehr mitbekam, aber dass du heute noch nicht ganz sicher bist, dass das eine offene Frage bei dir ist. Kannst du das verstehen?

Sie kann es verstehen. Und ich denke, jeder kann das verstehen. Diese quälende Frage stellt sich immer bei einem Unfall, der «sehr schnell» ging, und Ärzte versuchen hier oft zu beschwichtigen.

Er sagt, er hat nichts mehr mitbekommen. Er hatte starke Kopfverletzungen. Macht das Sinn? Ich habe auch das Gefühl, dass er mehr auf der rechten Seite Problem am Kopf hatte, und er gibt mir das Gefühl, dass er sofort einen Genickbruch hatte. Macht das Sinn?

Die Mutter antwortet: «Genau» und im ersten Moment (oder beim blossen Zuhören) ist das verblüffend, in Anbetracht dessen, dass Voggenhuber bei der Auswahl der Person bereits eingeschränkt hat, dass der Verstorbene bei einem Unfall sehr schnell und durch Verletzungen von Aussen umgekommen ist, macht «starke Kopfverletzungen» und/oder Genickbruch (was auch immer «mehr auf der rechten Seite» bei einem Genickbruch heisst) zu einer Spekulation mit guter Trefferwahrscheinlichkeit. Und wenn er  falsch gelegen hätte, hätte er die Situation leicht retten können, wie wir gleich sehen werden.

Er sagt, er sei sehr viel bei dir.

Selbst Kritiker halten Voggenhuber zugute, dass er die seelsorgerische Arbeit eigentlich ganz gut mache. Es sind Sätze wie diese, die sie zu diesem Urteil veranlassen. Ich kann dem teilweise zustimmen. Voggenhuber ist tröstlich. Er hat aber auch eine unnötig besserwisserische Seite, die sich im Folgenden noch zeigen wird und die ich für seelsorgerisch fragwürdig halte. Doch weiter:

Hast du einen Putzfimmel, ist das richtig?

Gelächter. Voggenhuber, auch das kann man ihm zugute halten, versucht die Stimmung immer wieder aufzuheitern. Die Mutter sagt, dass das schon nachgelassen habe. Also kein Putzfimmel.

Ok, aber kannst du das verstehen, dass du einen Putzfimmel hattest? Weil er zeigt mir, wie du am Fensterputzen bist und viel mit ihm redest. Und er zeigt mir auch, dass du vor kurzem erst Grad die Fenster geputzt hast und mit ihm geredet hast oder ihn gebeten hast, er soll dir ein Zeichen geben. Macht das Sinn für dich? Er sagt, er hat heute die Möglichkeit genutzt, um dir ein Zeichen zu geben. Er sagt, du spürst ihn manchmal auch, aber du zweifelst die ganze Zeit.

Es macht. Warum sollte es auch nicht? Bis hierher lief die Session sehr gut, Fehler waren in dem Frage/Antwort-Spiel keine dabei. Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Aufnahme via Voggenhuber-Fans den Weg ins Internet fand. Bei dem Auftritt, den die «Skeptiker» besuchten, soll es holpriger gelaufen sein. Doch läuft auch diese Sitzung nun etwas aus dem Ruder:

Er sagt auch, dass dein Mann noch nicht so weit ist, mit dir zu einem Medium zu gehen. Kannst du das verstehen? Und dass es viel Diskussionen deswegen gibt. Macht das Sinn für dich? Und er sagt: Lass ihn einfach. Er hat dich in deinem Herzen und er wird irgendwann erfahren, dass er noch da ist. Aber es gibt manchmal Streit deswegen. Kannst du das verstehen?

Das überrascht die Mutter: «Streit gibt‘s?» fragt sie.

Weisst du, wegen dem dem Medium mit deinem Mann.

«Naja, Streit grad nicht…», versucht sie zu erwidern, obwohl sie eigentlich nur mit Ja/Nein antworten dürfte. Doch da fällt ihr Voggenhuber gleich ins Wort, als ob er richtig liegen würde:

Jaja, es aber gibt Diskussionen, sagt er mir. Und er sagt einfach: Lass ihm Zeit. Ok?

Ich weiss nicht, wie sich die Mutter in dem Moment fühlt, aber ich fände es ärgerlich, wenn mir Voggenhuber nach einem Fehler seinerseits nicht nur das Wort abschneidet, sondern dann auch noch über meinen Sohn ausrichten lässt, dass ich Streit mit meinem Partner habe. Doch es geht schnell weiter:

Weil dein Sohn ist noch nicht lange in der geistigen Welt, habe ich das Gefühl…

«Doch!» erwidert die Mutter. Alles lässt sie sich nicht mehr sagen.

Wie lange schon?

«15 Jahre», sagt sie. Voggenhuber gesteht:

Ok, das ist sehr lang.

Das ist in der Tat sehr sehr lang. Voggenhuber könnte den Fehler eingestehen. Doch er deutet ihn flux zu seinen Gunsten um:

Weil für mich fühlt es sich noch sehr frisch an, als wäre es ihm ein extremes Bedürfnis, durchzukommen. Meistens ist das, wenn sie noch nicht so lang in der geistigen Welt sind. Aber das zeigt eben auch, dass die geistige Welt immer den aussucht, bei dem noch sehr viel Heilung stattfinden kann, weil es dich wahrscheinlich immer noch sehr beschäftigt. Macht das Sinn? Ok.

Das macht vor allem Sinn für Voggenhuber. Die Mutter muss dranbleiben, wenn sie den Kontakt zu ihrem verstorbenen Sohn nicht abbrechen will.

Ich finde den Auftritt verblüffend, doch nicht im Geringsten paranormal. Es ist Cold Reading nach Schema F. Zuerst das Beschreiben eines Hauses (sinnlos, denn wozu sollte ein Verstorbener seinen Angehörigen erzählen, wie er gewohnt hat?), dann versuchen, Details zu nennen, die spezifisch wirken, aber auf die meisten zutreffen (in diesem Fall: ein Martin). Fehler deutet man dabei konsequent zu seinen eigenen Gunsten um. Ist die Person nach solchen Treffern emotional ergriffen, verläuft der Rest der Sitzung normalerweise wie im Fluss.

Ob Voggenhuber Cold Reading bewusst oder unbewusst einsetzt, weiss ich nicht. Die Frage scheint ihn aber auch nicht sonderlich zu interessieren. Lieber wirft er Kritikern vor, sie würden ihn aus dem Kontext zitieren. Nun ja.

 

  1. Dezember 11, 2013

    ich finde ja, daß dieser sogenannte selbsternannte Hellseher, der mit Toten kommunizieren kann (angeblich) einzig und allein den Menschen die jemanden durch Tod verloren haben und verzweifelt sind, das Geld aus der Tasche zieht. Offensichtlich hat er auch noch Erfolg damit. Tragisch für die Menschen die auf solch einen Scharlatan hereinfallen.

  2. Gaby Ferndriger #
    Februar 22, 2014

    Guten Abende Herr Fischer, ich habe soeben etwas verspätet ihren Artikel überflogen, und möchte ihnen einfach kurz mitteilen, dass SIE wirklich auf dem Holzweg sind, und sehr oberflächlich recherchiert haben. Als ich vor ca. 6 Jahren Pascal kennen gelernt habe, war ich genau so skeptisch wie sie, ich habe aber unterdessen seine Fähigkeiten aus der nächsten Nähe selbst erfahren. Ich habe selber Biologie und Psychologie studiert, und mich sehr kritisch mit diesen Phänomenen auseindandergesetzt. Nur weil es für Sie nicht sein kann, oder sein darf, finde ich es sehr oberflächlich, was sie in diesem Artikel von sich geben. Das wollte ich Ihnen nur kurz mitteilen, da ich annehme, da ihnen wohl niemand den Spiegel hinhält, mit freundlichen Grüssen
    Gaby F.

  3. Februar 22, 2014

    Sehr geehrte Frau Ferndriger, eine Begründung, warum meine Recherche oberflächlich ist, müssen Sie jetzt aber schon noch liefern. Beste Grüsse.

  4. Gaby Gottlieb #
    Mai 19, 2014

    Lieber Herr Fischer, letzten Freitag war ich auf einer Demoveranstaltung von P. Voggenhuber in Frankfurt. Wie rd. 300 andere Personen war ich ganz angetan von seiner Demonstration. Heute stoße ich auf Ihre Website und traute meinen Augen kaum, als ich Ihren Beitrag las.
    Der „Jenseitskontakt“, den V. in Zürich angeblich herstellte, glich dem von Freitag bis ins Detail. Eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat, war schnell ausgemacht, die Beschreibung des Hauses, der Wohngegend, die Gespräche mit Ärzten usw. – alles, wirklich alles glich haarklein der Demo von Zürich. Die Diskussion mit dem Partner über den Besuch der Demo usw. Eines war anders: Der „Freund“, der ebenfalls in geistigen Welt weilt, hieß diesmal nicht Martin, sondern Andreas. Die Frage nach der Verweildauer in der geistigen Welt hat er sich allerdings erspart.
    Mir ist jetzt klar, dass V. nicht gerade erpicht darauf ist, dass seine Demos im Internet auftauchen. Er müsse sich dann ja mal eine neue Geschichte einfallen lassen.
    Jetzt bleibe ich zurück enttäuscht, weil getäuscht. Allerdings kann V. mir nicht meinen tiefen Glauben an die Existenz einer geistigen Welt nehmen und vielleicht war es mein „Geistführer“, der mir Ihre Seite gezeigt hat, um mir die Augen zu öffnen und mich daran zu erinnern, nie meinen gesunden Menschenverstand und meine Kritikfähigkeit zu verlieren.
    Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit.
    Gaby

  5. Mai 20, 2014

    Liebe Frau Gottlieb, vielen Dank für Ihren Beitrag. „Enttäuscht“ zu sein heißt ja auch, nicht mehr getäuscht zu werden, ist insofern auch etwas positives. Wenn ich mit meinem Bericht ein wenig dazu beitragen konnte, freut mich das sehr!

  6. BlattnerAnnelis #
    November 16, 2014

    Lieber Herr Fischer, das finde ich gut dass Sie so kritisch recherchieren. Soeben habe ich das Buch gelesen „Kinder in der Geistigen Welt“ weil ich es von einer Freundin zum Lesen bekam. Ich bin 72 Jahre alt und seit über 30 Jahren Christ. Deswegen weiß ich in der Bibel einigermaßen Bescheid und haargenau dass Gott die Totenbefragung verboten hat. Die ganze Geschichte mit Jesus macht keinen Sinn wenn Herr Voggenhuber Recht hat. Es gibt unzählige Christen die mit dem Gott des Christentums x Erfahrungen machen auch wenn man nicht jeden Schicksalsschlag deswegen erklären kann. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Jesus kennen lernen in Ihrem Leben, aber seien Sie ruhig weiter kritisch! Evtl. empfohlen im Internet mal bei ICF hineinhören! Annelis

  7. bella #
    Januar 11, 2015

    hallo

    habe in der schweiz andere ähnliche Personen wie Pascal v. gehört – habe mir überlegt dazu – warum sind diese angaben nie so genau von uns oder dem verstorbenen, wie z.b. genaue Adresse ( pilatusstrasse wäre auch als berg Pilatus symbolisch sichtbar, ginge es nicht mit Buchstaben), genaue Ortsangaben ( Stadt oder kanton zug wäre auch als bahn symbolisch sichtbar ), vor- und Nachnamen, genaue angaben zur Person selber wie Familie (anzahl Geschwister,(frauen, Männer) – gehen zahlen nicht, dann als striche zum abzählen ) oder beruf… , konkrete, einzigartige hilfen ,….?
    unsere lieben verstorbenen , die sich melden, würden das doch gerne tun – was hindert die verstorbenen daran genau zu sein ? für uns wäre das ja sehr positiv und glaubhaft und eine hilfe – .also doch alles nur erfunden und erlogen ?

  8. tobias #
    Februar 5, 2015

    Hallo Herr Fischer,

    sie haben absolut recht mit ihrer Annahme, das es sich schlicht um Cold Reading handelt. Und so wie ich das mitbekomme, nicht mal um sehr Geschicktes. Das merkt man daran, dass die Sitzungen immer fast nach dem selben Schema ablaufen und nur in unwichtigen Kleinigkeiten sich unterscheiden. Es wirkt, wie eine auswendig gelernte Prozedur. Einige Techniken des CR finden Anwendung, z.B. Bei Fehlern die Win-Win Technik, oder das vermeiden, spezifischer Aussagen. Im Grunde werden die Leute nur ausgefragt und geben bereitwillig Antwort. Anmerkung, gute CR’s stellen keine Fragen sondern tätigen Aussagen, die vom Gegenüber als frage gedeutet und daher auch beantwortet werden…

  9. Pepsy #
    Oktober 27, 2015

    Ich habe heute auf Facebook Herrn Voggenhuber kritisiert, weil er in seinem Shop teure Nahrungsergänzungsmittel verkauft, was nicht so gut angekommen ist…
    Ich finde es ein wenig befremdlich, weil bei mir der Eindruck enstanden ist, dass es sich einfach nur um ein Zusatzgeschäft handelt und Herr Voggenhuber verdient doch bestimmt sonst schon nicht schlecht mit seinen Seminaren, Vorträgen und Büchern (was ich ihm auch gönne).
    Aber er scheint tatsächlich der Esoterik-Guru der Schweiz zu sein und seine Anhänger leider nicht allzu kritisch.
    Er wäre ja nicht der erste „Guru“ dem Geld und Macht zu Kopf steigen.
    Ich war immer schon sehr zwiegespalten, was seine Fähigkeiten anbelangt und dieser Artikel bestätigt mich in meiner Meinung.
    Trotzdem glaube ich an die Existenz der geistigen Welt, durch selber gemachte Erfahrungen.
    Und ich glaube auch, dass es Menschen mit diesen Fähigkeiten gibt, aber bei denen ist es dann vermutlich nicht so ein Riesengeschäft.
    Engagiert sich der wohlhabende Herr eigentlich irgend für einen wohltätigen Zweck? :)

  10. scriberry #
    Februar 21, 2016

    Besuchen Sie die Wurzeln: Gehen Sie ins Kaleidoskop-Zentrum, nehmen Sie als Auszubildender einige Male Teil und finden Sie einfach heraus, wie das genau funktioniert. Sie werden sich nämlich wundern, dass sich die Vergangenheit eines Schmuckstückes neben einem Blatt Papier nur sehr schwer Coldreaden lässt.

    Die sind für Kritiker offen.

    Werden Sie selbst das Medium, um das Medium tatsächlich zu verstehen.

  11. Edmund Die #
    März 20, 2016

    Leider sieht es wirklich so aus, als ob er Cold Reading betreibt. Was mich ausserdem sehr skeptisch macht, dass er bereits Schauspieler war und ueber psychologische Kentnisse verfuegt. Manches ist mir allerdings ein Raetsel. Es war mal jemand in einer Sitzung bei ihm und Voggenhuber konnte das Todesjahr des Sohnes der Mutter sagen. Das ist schwierig, denn bei Cold Reading waere das Riskio viel zu hoch um so genaue Angaben zu machen. Ausserdem redet Voggenhuber manchmal Unsinn, wenn es um geschichtliche Fakten geht. z.B. Der Suendenablass sei im sechzehnten Jahrhundert eingefuehrt worden. Stimmt halt nicht, war im elften Jahrhundert. Haette Voggenhuber zumindest die Wikipedia nutzen koennen.

  12. Wolfgang R. #
    Juli 6, 2016

    Puh, ja ich gestehe, dass ich ein Pascal Voggenhuber-Fan bin. Und das ohne ihn je live gesehen zu haben. Der Knackpunkt ist einfach der:
    1. Glaube ich an eine für normale Menschen nicht wahrnehmbare Welt, an weitere Dimensionen?
    2. Glaube ich Pascal Voggenhuber, dass er mit den Toten kommunizieren kann?

    Wenn ich an beides nicht glaube, oder an eines von beiden, dann braucht mein Verstand eine logische Erklärung für das Phänomen. Eine mögliche Lösung ist dann zu glauben, dass er das schafft was er macht in dem er das „Cold Reading“ verwendet.

    Ich kann nur eines sagen: Ich habe mir sehr viele Videos von ihm angeschaut und er macht auf mich absolut nicht den Eindruck als wüßte er genau, dass er mittels Cold Reading den Leuten was vorgaukelt. Er hat seine Sicht der Welt und die erzählt er den Leuten.

    So und jetzt kommen wir mal zur Sicht der Welt. Für einen normalen Menschen ist es schwer vorstellbar, dass es Menschen gibt die mehr sehen, mehr wahrnehmen als er selber. Weil ich es nicht sehe, wahrnehme, stelle ich es in Abrede.
    Es gibt auf der Welt sehr viele Menschen, die blind geboren wurden. Hat man jemals davon gehört, dass einer dieser Menschen behauptet das optische Sehen gäbe es nicht, obwohl er/sie diesen Sinn nicht hat. Gut der Grund dafür wird wohl sein, dass diese Menschen nur eine kleine Minderzahl sind. Bei den Fähigkeiten von Pascal Voggenhuber und anderen ist es so, dass diese Menschen in der Minderzahl sind. Die meisten anderen ohne diese Fähigkeiten verbreiten ihre Wahrheit, die da lautet: Nein das gibt’s nicht, das kann nicht sein.

    Das ist in so fern verständlich, als dass ich einfach mal die Augen schließen kann und so tun kann als wäre ich blind. D.h. einen Sinn, und vor allem den Sehsinn, kann ich mir ganz einfach und auch wirkungsvoll nehmen und mich in die Rolle eines blinden Menschen versetzen. Was ich nicht kann ist, dass ich bei mir genau so einfach die Pascal Voggerhuber’schen Sinne einschalte und mir dann im wahsten Sinne des Wortes ein Licht aufgeht: Ahhh, oooh, so sieht das also aus.

    Für mich persönlich gilt in diesem Falle: „Im Zweifel für den Angeklagten.“ Ich habe auch schon Sachen gesehen, wo „normale“ Leute so was nachgemacht haben. Aber bei Pascal Voggenhuber ist es so, dass wenn er eines Tages zugeben würde. Ja meine Kritiker haben Recht, es ist Cold Reading. Dann würde für mich mein Weltbild, meine Fähigkeit Menschen zu berurteilen, zusammenbrechen. Dann hätte ich mich arg getäuscht.

    Wenn man Pascal Voggenhuber länger beobachtet, dann erfährt man auch wie er es macht und und warum seine Aussagen nicht immer 100% stimmen. Er hat nicht den kleinen Mann im Ohr, sprich der Verstorbene spricht mit ihm in klarem Deutsch oder Schwizerdütsch und teilt ihm in klaren Worten mit was er/sie meint. Nein,ihm werden Bilder und Gefühle übermittelt. Und die muß er interpretieren. Er sagt er muß zunächst mal erkennen, dass das was er innerlich spürt/sieht nicht von ihm sein kann.
    Jeder von uns kennt das. Ein Geruch läßt plötzlich ein Bild aus einem Urlaub, von einer bestimmten, sehr prägnanten Situation in uns hochsteigen. Und dann haben wir diese Situation bildlich vor unserem inneren Auge.
    Und so ein Bild von einem fremden verstorbenen Menschen wird dem Hernn Voggenhuber vor seinen inneren Auge gezeigt. Und für ihn ist es halt nicht immer eindeutig, auf was der Verstorbene denn genau hinaus will. Er sieht ja dann mehrere Gegenstände oder Abläufe. Eventuell bekommt er weitere Bilder und aus den Gemeinsamkeiten kann er dann die Botschaft besser herauslesen. Aber wie gesagt, für ihn ist es halt nicht immer auf Anhieb so 100tig ersichtlich. Daraus ergibt sich dann auch die Kommunikation mit dem Hinterbliebenen.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es so läuft, also muß ich ihm auch nicht Cold Reading unterstellen. Aber letzten Endes muß jeder für sich klären wie er mit dem Phänomen Pascal Voggenhuber umgeht. Und eine mögliche andere Lösung lautet: es ist Cold Reading.

Trackbacks & Pingbacks

  1. Der Lack des Lieblings bröckelt « Die MEDIENWOCHE – Das digitale Medienmagazin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: