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Beiträge aus der Kategorie ‘Instagram’

Wo die deutschen #burgen stehen

31. März 2017

herrfischer

Für die aktuelle DB mobil haben wir untersucht, wo es in Deutschland die meisten / fotogensten Burgen gibt, also wo die meisten Instagram-Fotos mit Hashtag #burg gepostet werden. Klar, an der Grenze zu Frankreich, dem Rhein entlang. Nürnberg sticht heraus, weil dort die Kaiserburg mitten in der viel besuchten Stadt steht, weitherum sichtbar…

Wann ist Lebkuchenwende? Mitte November.

15. November 2016

herrfischer

lebkuchen

Lebkuchenwende ist dieser Tag, wenn auf Instagram die #lebuchenhäuser die #lebkuchenherzen überholen. Wenn die Weihnachtszeit die Oktoberfestzeit ablöst. Mitte November. Ein neuer deutscher Feiertag?

Unsere neue Instagram-Infografik aus der DB mobil.

 

 

Winking with Thermometer Emoji Proposal

19. Oktober 2016

herrfischer

We have submitted a proposal for a new emoji to Unicode: The Winking with Thermometer Face – an absolute need, as data shows. 

To: Unicode Consortium

Social media is used to share information about health and wellbeing as well as suffering and sickness. The FACE WITH THERMOMETER 🤒 emoji is of great use in this respect. The question remains though whether being “ill“ on social media always means being actually ill.

We retrieved German data from Instagram and noticed a telling pattern. Medically illness should occur equally often on all days of the week. But the hashtag #krank (a specific German term for being ill, predominately used to share images of being in bed) shows an unexpected trend:

stats-krank

There could be a number of reasons why people tend to be ill more often after the weekend than on weekends. But the most obvious one is that a lot of users are not actually ill but “ill“.

When taking Sunday illness as a reference for actual illness, as much as 25,5 % of all communicated illness would be non-actual illness. Or to put it another way: FACE WITH THERMOMETER is probably used inadequately one in four times. This shows a clear need for an emoji which communicates being “ill“ rather than real illness.

Proposed Emoji

We propose to simply create an emoji as a ZWJ sequence of FACE WITH THERMOMETER 🤒 [U+1F912] + WINKING FACE 😉 [U+1F609] (therefore there is not even a necessity to encode new characters):

emoji

WINKING WITH THERMOMETER FACE

Design by Ole Häntzschel

 

We got a reply from Unicode that they are refining their process about suggesting ZWJ sequences and that we can re-submit our suggestion once they have announced this new process. We will of course ;-) 

Funktioniert Instagrams neuer Mobbing-Filter? So halb. Hier ein paar Daten

16. September 2016

herrfischer

Instagram hat diese Woche eine neue Funktion eingeführt, die manche soziale Netzwerke übernehmen könnten: Neu kann man einstellen, beleidigende Kommentare auf die eigenen Bilder gar nicht erst zu sehen zu bekommen. Sie werden zwar publiziert, aber man selbst sieht sie nicht. So will Instagram nach eigenen Angaben vor allem Mobbing-Opfer schützen.

Die Funktion ist zweiteilig:

1) Kommentare automatisch mit Begriffen filtern, die oft in gemeldeten Kommentaren vorkommen (fuck you, bitch… dergleichen)

2) Selbst Begriffe und Phrasen auflisten, was vor allem für Communities oder User interessant sein dürfte, die den immer gleichen Beschimpfungen ausgesetzt sind.

Aber funktioniert das auch?

Wir arbeiten derzeit an einer Studie über User, die auf Instagram Fotos von Selbstverletzungen posten. Wir haben dabei auch die Kommentare ausgewertet. Beschimpfungen machen zwar nur einen kleinen Teil aller Kommentare auf diese Bilder aus (der grösste Teil entfällt auf Diskussionen, gefolgt von Empathie und Mahnungen, siehe Grafik), können aber sehr heftig sein. Kommentare wie:

Und, zufrieden mit der Aufmerksamkeit die du bekommen hast? Tu der Welt den gefallen und bring dich um du minderbemitteltes Stück Scheiße

Manchmal noch mit Wahlkampfwerbung:

Fuck off faggot go back to your safespace and off yourself cunt ps trump 2016

Ich habe mit Hilfe von AntConc die signifikantesten Begriffe aus dem Korpus der Beschimpfungen gesucht und händisch etwas nachgebessert, um nicht zu viele Nicht-Beschimpfungen mit auszufiltern. Entstanden ist diese Liste:

attention, whore, fucking, shit, aufmerksamkeit, stupid, deeper, seeker, opfer, behindert, dumb, pussy, dumm, disgusting

Nicht sehr einfallsreich, nein. Aber das ist der Vorteil. Die Begriffe reduzieren die Beschimpfungen um fast die Hälfte, ohne die anderen Kommentare stark anzugreifen (selbst bei Diskussionen weniger als 10 % Reduktion):

kommentare2
Kein Allerheilmittel also, aber auch nicht schlecht. Die sich ständig wiederholenden Beschimpfungen filtert es aus. Gegen Kommentare allerdings, die ohne jedes Schimpfwort auskommen («Probier mal das blut als ketchup zu verwenden. Mit pommes frites schmeckt das prima!»), ist die Methode natürlich wirkungslos.

Die Resultate sind noch work in progress und hier nur grob zusammengestellt.

Die Reeperbahn auf Instagram als 3D-Höhendiagramm

14. September 2016

herrfischer

reeperbahn

Wie sähe die Reeperbahn aus, wenn man ihr Gebiet in ein 3D-Höhendiagramm verwandeln würde, je nach Anzahl Instagram-Fotos?

bahn_reeperbahn_grafik

Für die neuste Ausgabe des Bahn-Magazins DB mobil hatten wir bereits die Instagram-Daten der Reeperbahn untersucht (kleine 2D-Grafik rechts). Wir wollten wissen, welches die populärsten Hashtags auf dem Gebiet rund um die Strasse sind. Da waren die Neonröhrenstrasse #großefreiheit (1), die Bar mit Aussicht #20up (2), der #docks-Club (3), der (mittlerweile geschlossene)  #uppereast-Club (4), die Konditorei #zuckermonarchie mit ihren sehr fotogenen Gebäcken (5), die ebenfalls etwas höhere gelegene #clouds-Bar (6) und der Kirmes #dom (7).

Nun bietet sich bei vielen Längs- und Querstrassen allerdings an, die Daten nicht nur in zwei, sondern drei Dimensionen aufzubereiten. Haben wir also gemacht, mit viel Pink und Neonlicht. Je höher der Hügel, desto mehr Fotos.

Und weil es so schön ist, das Ganze auch zum Selberdrehen:

 

Bitte beachten: Ein Hashtag kann hochgetragen werden, wenn er in einem ohnehin dichten Gebiet liegt, und konzentrierte Fotos erzeugen mehr Höhe als verstreute – weshalb #uppereast heraussticht und der #dom relativ flach ist, obwohl es deutlich mehr #dom-Bilder gibt.

Für die Bastler unter euch: Basis war eine mit QGIS erstellte Heatmap, die mit Blender erhoben wurde. Ein gutes Tutorial dafür gibt es hier.